Pitt vom Rossbachforst "Sir Henry " +Sana

Der Retriever als Familienhund!?!

Retriever im Allgemeinen, Labradors und Golden Retriever im Besonderen gelten als die Familienhunde unserer Zeit.

Beide Rassen sind ohne Frage Familien kompatibel, aber es handelt sich bei den Retrievern um Jagdthunderassen, die für die Arbeit gezüchtet wurden. Es sind, egal aus welchen Linien sie stammen, Hunde, die um glücklich leben zu können, arbeiten müssen und sollen.

Nun heißt das nicht, dass sie nur für Jäger geeignet sind, auch bei diesen sollten sie in der Familie und nicht im Zwinger gehalten werden, sondern dass sie eine Beschäftigung benötigen, die mit der Dummy-Arbeit  heutzutage jedem zur Verfügung steht.

Hilfe leisten hier die Bezirksgruppen des DRC, LCD oder Ihre Züchter. Es gibt viele weitere artgerechte Beschäftigungsmöglichkeiten, von der Rettungshundearbeit, Obedience, Fährtensuche... die in Hundeschulen angeboten werden.

Ein Retriever braucht in jedem Fall neben den täglichen Spaziergängen arbeit für den Kopf oder für die Nase. Er ist dafür geboren, Teil eines Teams zu sein, seinem Führer zu gefallen, dann gibt er unendlich viel zurück. Ansonsten kann aus ihm schnell ein kleiner Tyrann werden.

Während ich diese Zeilen schreibe, liegt Sir Henry mir zu Füßen. Er ist mein Freund und Partner. Er schenkt uns seine Achtung, als Dank dafür, dass wir viel Zeit(und Geld) für seine Ausbildung investiert haben, weil wir viele tolle gemeinsame Erlebnisse hatten und haben und weil er seinen Anlagen gemäß beschäftigt wird.

Also bitte überlegen sie sich bevor sie sich einen Retriever anschaffen, ob sie bereit und in der Lage sind, sowohl von der Zeit als auch emotional und finanziell sich so mit ihrem Hund zu beschäftigen, wie er es verdient. Falls nur einer dieser Punkte nicht stimmt, sollten sie sich gegen einen Hund dieser Rasse entscheiden und sich evtl. nach einer besser geeigneten Rasse umsehen.